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SPD begrüßt ESWE-Initiative zu Ökostrom und Fernwärme-Nutzung |
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Ries: „Bisher ist davon aber wenig zu spüren!“
„Wir begrüßen eine Ausweitung des Ökostrom-Angebots bei ESWE-Versorgung ausdrücklich und befürworten auch den Ausbau der Fernwärmeversorgung in Wiesbaden“, kommentiert der umweltpolitische Sprecher der SPD-Rathausfraktion, Klaus Ries, die Aussagen des neuen ESWE-Vorstands. „Allerdings wundert uns, dass die bisherige Geschäftspolitik diesem Vorgehen wenig förderlich war.“ |
Der SPD-Umweltpolitiker verweist nicht nur auf den von ESWE-Versorgung maßgeblich vorangetriebenen Bau des Kohlekraftwerks auf der Ingelheimer Aue, sondern auch auf die bisher nicht genutzte Fernwärme der derzeitigen Kraftwerke. „Es ist doch kein Geheimnis, dass die derzeit produzierte Fernwärme am Standort Ingelheimer Aue in Wiesbaden wegen einer fehlenden Leitung durch oder über den Rhein nicht genutzt wird. Vielleicht sollte man erst einmal damit anfangen und auch eine Nachfrage nach dieser Fernwärme prüfen“, so Ries.
Schließlich frage man sich seitens der SPD, wieso große Neubaugebiete wie etwa das Künstlerviertel nicht für die Fernwärmeversorgung angelegt worden seien, sondern für den Bezug von Erdgas. „Auch die Tatsache, dass ESWE eigentlich mit dem Verkauf von Gas Geld verdient spricht nicht gerade dafür, dass Fernwärme das bevorzugte Konzept der Energieversorgung ist.“ Allerdings wolle die SPD den ambitionierten Plänen von ESWE keine Steine in den Weg legen, man frage sich angesichts der „Fülle von Maßnahmen“ aber, wozu dann überhaupt noch ein Kohlekraftwerk gebraucht werde. „Mehr Ökostrom, mehr Fernwärme, mehr Solaranlagen auf den Dächern – wer soll da in der Region noch den Kohlestrom beziehen?“
Klaus Ries zeigt sich in jedem Fall zufrieden, dass die Landeshauptstadt Wiesbaden über ESWE-Versorgung nun schon die zweite Idee der SPD realisiert habe, mehr für die Umwelt zu tun. „Erst hat ESWE unser Beratungskonzept zur energetischen Sanierung übernommen, jetzt die Idee auf alle städtischen Gebäude Solarzellen zu installieren. Das ist gut fürs Klima“, betont Ries, der sich allerdings wundert, warum der Widerstand der Jamaika-Fraktionen gegen die SPD-Vorschläge so vehement ausgefallen sei, wenn die Projekte schließlich von ESWE doch realisiert würden. „Schade, dass immer Parteipolitik ins Spiel kommt, wenn wir die Stadt weiterbringen wollen“, bemerkt Ries zum Abschluss.
Eine Presserklärung der SPD Stadverordnetenfraktion Wiesbaden, erstellt am 02.02.2009.
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